Warum ich Gold in meiner Kunst liebe

Warum ich Gold in meiner Kunst liebe

Früher habe ich Gold gehasst. Für mich war es altbacken und ehrlich gesagt konnte ich überhaupt nicht verstehen, warum sich jemand freiwillig goldene Dinge in die Wohnung stellt.

Irgendwann hat sich das komplett geändert. Ich kann gar nicht genau sagen, wann das passiert ist, aber seit ein paar Jahren liebe ich Gold. Und inzwischen findet man es nicht nur bei mir zu Hause, sondern auch in vielen meiner Bilder.

 

Was ich an Gold liebe

Gold hat einfach etwas Besonderes. Ich liebe, was es einem Bild gibt, aber am meisten fasziniert mich, wie es sich mit dem Licht verändert.

Je nachdem, woher das Licht kommt oder wo ein Bild hängt, fängt das Gold plötzlich das Licht ein und beginnt zu leuchten. Bewegt man sich ein Stück, wirkt es wieder viel zurückhaltender. Dadurch kann ein Bild im Laufe des Tages und aus verschiedenen Blickwinkeln immer wieder anders aussehen.

Gerade bei meinen farbenfrohen Arbeiten liebe ich diesen Effekt. Gold ist für mich nicht einfach nur eine weitere Farbe im Bild. Es verändert sich mit seiner Umgebung und genau das macht es für mich so spannend.

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Von goldener Acrylfarbe zu Blattgold

Als ich angefangen habe, Gold in meinen Arbeiten zu verwenden, habe ich hauptsächlich mit goldener Acrylfarbe gearbeitet. Heute arbeite ich viel lieber mit Schlagmetall oder echtem Blattgold.

Metallicfarbe kann wunderschön sein, aber eine metallische Oberfläche fängt und reflektiert das Licht noch einmal ganz anders. Genau dieses Leuchten liebe ich daran.

Und es muss auch nicht immer Gold sein. Ich arbeite ebenfalls sehr gerne mit Kupfer. Metallic-Töne finde ich generell spannend, weil sich ihre Wirkung so stark verändert, je nachdem, wie das Licht auf die Oberfläche fällt.

 

Und ich bin noch lange nicht fertig mit dem Experimentieren

Ich habe schon wieder ein paar neue Ideen, die ich ausprobieren möchte.

Als Nächstes würde ich Gold gerne noch stärker mit Struktur verbinden. Ich möchte ausprobieren, goldene Farbe direkt in Strukturpaste zu mischen oder zunächst erhabene Stellen zu gestalten und diese anschließend mit Blattgold zu veredeln.

Wie das am Ende aussehen wird, weiß ich selbst noch nicht genau. Aber genau das macht für mich den Spaß daran aus.

Wenn ich heute daran denke, wie wenig ich Gold früher mochte, muss ich ein bisschen lachen. Inzwischen kann ich mir meine Kunst ohne dieses Leuchten kaum noch vorstellen.

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